Dunst
„Dunst“ erzählt, wie eine unbedarfte junge Frau sich mit einem Drogensüchtigen einließ und viele Jahre lang um sein Überleben kämpfte, wobei ihr eigenes Leben beinahe zerstört wurde. Angehörige von Suchtkranken werden nicht sinnvoll betreut und erhalten keine finanziellen Amnestien oder Reha-Kuraufenthalte, sondern müssen selbst zurechtkommen. 22 Jahre alt war die Autorin, als sie “Willie” kennenlernte, und mehr als seine verwegene Erscheinung faszinierte sie der Eindruck des Großzügiges, Guten, den er auf sie machte. Sein Ruf war denkbar übel, aber niemand wusste genau, was mit ihm los war. Der Vater Fremdenlegionär, betuchter Geschäftsmann, komplexbehafteter Macho, Spieler und später völlig Verarmter, die Mutter emotional hilflos ihren Kindern gegenüber, sprachlos und distant … Die Autorin glaubte an ein Leben mit Willie und konnte lange nicht zugeben, zehn prägende Jahre seiner Sucht geopfert zu haben. Willie war viele Jahre lang rauschgiftsüchtig – auch in der Zeit, da er mit der Autorin zusammenlebte und sie es zunächst gar nicht bemerkte. Phasenweise zog seine Sucht sie in tiefere Abgründe, als Willie selbst erlebte. Die Autorin verleugnete den Grad seines Verlangens nach Weltflucht und Heroin so lange, bis alles eskalierte. Seine Lügen, seine Verwirrung, sein Hochmut und seine Qualen verstörten sie zutiefst. Willie war ein Blender, und dementsprechend schaffte er es immer wieder, zu Geld zu kommen und bewundernde Freunde zu finden. Die Autorin selbst hat nie Drogen genommen, aber sie hat Willie oft um seine Gefühle im Rausch beneidet. Sie selbst musste sich um das alltägliche Überleben kümmern - auf Kosten von außergewöhnlichen Karrierechancen einer immens begabten jungen Frau. Sie durchlebte die Tragödie einer Angehörigen, die einfach nicht loslassen konnte. Warum nicht? Wer hart um einen Menschen gekämpft hat, lässt ihn nicht so einfach hinter sich. Die Autorin hat immer gehofft, den wahren Willie kennenzulernen, den Großzügigen, Guten. Das hat sie auch, für ein paar Stunden, Jahre, nachdem sie ihm ein letztes Mal einen Neuanfang ermöglich hatte. Er lebt zwanzig Jahre lang „normal“ – mit einer neuen Frau, die nie etwas von seinem Leben als Junkie erfuhr. Doch Willie blieb an seiner Weltflucht hängen, und Alkoholismus kostete ihm letztlich recht früh das Leben. „Dunst“ gibt ungeschönten Einblick in eine Beziehung, die von blinder, närrisch hoffnungsvoller Sehnsucht nach dem Menschen hinter der Sucht geprägt war.
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Autore:
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Anno edizione:2026
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Editore:
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Formato:
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Lingua:Tedesco
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